Infomappe zur Marokkoreise

Teil 4, Anforderungen

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Reinhold Pies
Gartenstrasse 10
D-56283 Gondershausen
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4. Anforderungen

Im Folgenden wollen wir kurz auf die Anforderungen und Vorbereitungen eingehen, die bei dieser Tour nötig sind.
Es sollte jedem klar sein, das eine solche Tour einiges an Vorbereitung nötig macht. Einfach drauf losfahren kommt für uns nicht in Frage. Das währe einfach Leichtsinnig und könnte gefährlich werden.
Auf die nun folgenden Punkte wollen wir daher etwas genauer eingehen:

  1. Gesundheit / Impfungen
  2. Fahrzeuge / Ausrüstung
  3. Verpflegung / Unterkunft

 

  1. Gesundheit / Impfungen

Unsere Gesundheit ist das höchste gut, daher gilt es, sie ganz besonders und immer und überall zu schützen.
Jeder sollte sich hier im Vorfeld auch selbst Informieren, welche Maßnahmen für den Einzelnen das richtige sind. Welche Medikamente nehme ich z.B. Regelmäßig ein, bin ich Körperlich und Geistig in der Lage die Tour anzutreten, fühle ich mich insgesamt Fit und Leistungsfähig?
Das sind nur einige Fragen die jeder für sich rechtzeitig beantworten muss. Wie schon erwähnt ist die Medizinische Versorgung nicht immer sicher gestellt. Es kann unter Umständen mehrere Tage dauern bis ein Krankenhaus oder ein Arzt erreicht werden kann. Diese sind aber meist nicht so ausgerüstet wie man das von Deutschland gewohnt ist.

Wir haben eine kleine Hausapotheke dabei um für „normale Alltagsbeschwerden“ gerüstet zu sein. Hier drin sind Medikamente gegen Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall, Kopfschmerzen, div. Pflaster und Verbände sowie Material zur Wundreinigung und Versorgung usw. enthalten. Allerdings sind wir keine Ärzte!

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Impfschutz im Vorfeld einer solchen Reise. Dabei ist zu bedenken, dass einige Impfungen schon mehrere Wochen vor Reiseantritt erfolgen müssen!
Die hier gegebenen Informationen ersetzen allerdings in keiner Weise den Besuch bei einem reisemedizinisch erfahrenen Arzt oder Apotheker, da hier zu viele spezifische Faktoren eine Rolle spielen.

Um Ihnen auch zum Thema Reisemedizin die passenden Informationen zukommen zu lassen, haben wir im folgenden eine Linkliste mit guten Seiten über Reisemedizin angelegt. Auf diesen Seiten erhalten Sie ausführliche Infos zu Reisemedizinischen Themen. Natürlich ersetzen auch diese Seiten nicht die Beratung durch einen entsprechend ausgebildeten Mediziner!

Hier die Links:


Klimatabelle

Monat

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Min. Temp °C

7

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11

8

Max. Temp °C

17

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24

26

27

26

24

21

18

Feuchtigkeit %

80

79

79

78

78

76

77

82

82

78

78

78

Regentage

8

8

8

7

5

1

0

0

1

6

8

9

Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.

Fahrzeug / Ausrüstung

Die Fahrzeugfrage ist eine eben so schwierige wie die der Ausrüstung.
Sicherlich ist jedem Klar, dass man eine solche Tour nicht mit „der letzten Karre“ antreten kann. Das Fahrzeug sollte sich schon in einem Gepflegten, d. h. Gewarteten Zustand befinden. Vor der Tour sollten Ölstand im Motor und den Achsen, Reifen, Luft-, Öl- und Dieselfilter, Keilriemen, Batterie usw. kurz im Augenschein genommen werden. Evtl. sind hierbei schon Defekte oder zu starker Verschleiß erkennbar und das Betreffende Bauteil kann noch in aller Ruhe erneuert werden. Es macht nämlich keinen Spaß z.B. einen verstopften Dieselfilter bei Sandsturm und 40°C in der Mittagssonne zu wechseln, auch ist es schwierig einen Ersatz für eine defekte Batterie zu besorgen.
Den Reifen sollte man besondere Aufmerksamkeit schenken, da sie extremen Belastungen ausgesetzt sind. Hier sollten nach Möglichkeit nur neue Reifen zum Einsatz kommen. Wir haben auf einer Tunesientour an einem mit alten Reifen ausgerüsteten Fahrzeug fast täglich eine Reifenpanne behoben. Das war für alle Mitreisenden kein Spaß und brachte unnötige Verzögerungen.
Das mitnehmen eines Ersatzrades wird empfohlen. Hierbei ist bei Quad und Motorrad an die unterschiedlichen Reifengrüßen vorne und hinten zu denken. Evtl. können sich die Teilnehmer hier untereinander aushelfen bzw. ergänzen. So müssen nicht drei mal die gleichen Größen mitgenommen werden.
Jedes Fahrzeug sollte mit dem ein oder anderen Ersatzteil bestückt sein, um es bei Bedarf einsetzen zu können. Hierzu zählen z.B. Keilriemen, Luft-, Öl- und Dieselfilter, sowie Ersatzlampen. Auch Zubehörteile wie Klebeband, Kabelbinder und Draht können in manch einer Situation nützlich sein. Um nicht eine ganze Werkstatt mitführen zu müssen, ist es gut Teile mitzuführen die sich für die unterschiedlichsten Notreparaturen eigenen, z.B. Flachstahl mit div. Bohrungen, Endlosschlauchschelle usw.
Ein gut ausgestatteter Werkzeugkoffer oder der Gleichen sollten auf keinen Fall fehlen. Man kann nicht alles an Ersatzteilen dabei haben, dadurch würde das Auto viel zu schwer werden. Außerdem geht ja doch immer genau das kaputt was man nicht dabei hat.
Am besten ist es, wenn sich alle Teilnehmer einer Tour vorher über die Mitnahme von Werkzeug einigen, dann braucht nicht jeder alles mitzunehmen und zusammen hat man ordentliche Ausrüstung.
Des Weiteren sollte jedes Fahrzeug einen Bergegurt, sowie hierzu passende Schäkel und eine Schaufel mit an Bord haben. Sandbleche sind nicht zwingend erforderlich.
Wir führen verschiedene Werkzeuge und „Allhilfsmittel“ an Bord, können aber nicht für alle Fahrzeuge spezielle Teile dabei haben. Bei Pannen stehen wir natürlich mit Material, Rat und Tat zur Seite.
Wir stehen selbstverständlich auch vor der Tour bei Fragen zur Ausrüstung und zum vorbereiten des Fahrzeug mit Rat und Tat zur Seite.

  1. Verpflegung & Unterkunft

Die Fragen der Verpflegung und der Unterkunft richten sich nach der jeweiligen Tour. Da wir ein mal eine reine Hotel und das andere mal eine Camping – Tour machen gibt es hier einige Unterschiede.
Grundsätzlich wird es so sein, das man morgens gut frühstückt und dann mittags nur eine Kleinigkeit zu sich nimmt. In der Hitze hat man meistens eh keinen großen Hunger. Abends wird dann wieder richtig (warm) gegessen.
Im Prinzip kann man in Marokko fast alles kaufen was es auch in Deutschland gibt. Dies ist aber nur in den großen Städten möglich, und die Preise erreichen dort auch unser Niveau.
Auf dem Land ist zwar in jedem Dorf ein Laden zu finden, das Angebot ist aber meist etwas eingeschränkt. Unter Umständen sind einige Produkte auch deutlich überlagert. Obst und teilweise Gemüse sind hier je nach Saison ebenfalls zu bekommen. In vielen Läden wird auch das berühmte und gut schmeckende Mais- Fladenbrot oder auch Baguette angeboten.
Trinkwasser (in Plastikflaschen) ist in nahezu jedem Dorf zu bekommen. Hier muss man nicht zwingend den ganzen Tourvorrat dabei haben. Auch Cola usw. ist meistens hier zu haben, allerdings zu Preisen die uns gut bekannt sind. Wenn wir einmal einige Tage keinen Laden antreffen werden wird das vorher angesprochen, damit sich jeder rechtzeitig eindecken kann.
Man sollte bedenken, dass man bedingt durch die teilweise hohen Temperaturen einen erhöhten Wasserbedarf hat, der unbedingt gedeckt werden muss. Ansonsten sind Kreislaufprobleme nicht auszuschließen.
Also immer schön viel trinken, am besten eignet sich hier stilles Mineralwasser.
Für die Campingtour empfiehlt es sich den Grundvorrat an Lebensmitteln dabei zu haben, um nicht jeden Tag einkaufen zu müssen. Hier haben sich unter anderem die Produkte der Fa. Auernhammer (www.outdoor-food.de) bewährt. Das sind Fertigprodukte die ohne Kühlung haltbar sind und trotzdem sehr gut schmecken.
Ansonsten kann alles mit was man gerne isst. Es sollte aber klar sein das auch Konservendosen ein nicht zu verachtendes Gewicht haben! Auch kommt es vor das die Dosen durch aneinanderscheuern zerstört werden (passiert ganz besonders leicht bei Bier und Coladosen!).

A pros pros Bier, es sollte jedem klar sein, das Alkohol in Arabischen Ländern generell Verboten ist! In Hotels ist aber meistens schon die ein oder andere Flasche Rotwein oder auch Bier für Touris zu bekommen.
Für die Mittagspausen sollte etwas leichtes dabei sein. Plätzchen oder Schnuggelzeug, sowie Dosenobst oder auch Auernhammer Würstchen oder Leberkäse bieten sich je nach Geschmack an. Dazu Brot. In der kurzen Pause sollte nicht gekocht werden. Dafür bleibt abends genügend Zeit.
Bei der Hotel-Tour werden wir mittags ebenfalls nur einen kleinen Imbiss zu uns nehmen und dann abends im Hotel oder einer Garküche essen.
Hier gibt es ganz leckere Tajin und auch die verschiedenen Omelett Arten sind sehr lecker.

Auch bei der Unterkunft gibt es einige Dinge zu erwähnen. Bei der Hotel Tour ist alles recht einfach. Abends wird in einem Hotel genächtigt. Allerdings entsprechen diese nicht immer so ganz unseren westlichen Vorstellungen von Hotel. Die Sanitäranlagen sind zuweilen auch gewöhnungsbedürftig. Es gibt Hotels in fast allen Preis und Ausstattungsklassen (vor allem in den großen Städten). Wobei die Klassen nicht unbedingt den unsrigen entsprechen müssen.
Bis jetzt haben wir aber durchweg gute Erfahrungen mit den Hotels gemacht. Man sollte sich der oben genannten Dinge nur im Vorfeld bewusst sein.
Beim Camping ist es ähnlich wie bei den Hotels. Es gibt sie an fast allen Varianten. Von Himmel hoch Jauchzend bis zu Tode betrübt ist alles dabei. Auch hier gibt es gewaltige Unterschiede in den Sanitärbereichen.
Im Normalfall sollte jedes Fahrzeug über ein Dachzelt verfügen. Normale Zelte lassen sich nicht überall einfach aufstellen, da die Böden überwiegend aus Fels bestehen. Es kann auch passieren das man nachts besuch von Kleintieren im normalen Zelt bekommt.
Hier ein Beispiel von Dusche und Toilette auf einem nicht so guten Platz:
(der eine Eimer (blau) ist für das benutzte Papier, wird es in die Toilette geworfen verstopft diese sofort! Der zweite (braune)ist die Spülung)

Wenn ein normales Zelt mitgenommen wird, sollte es wenigstens ein Igluzelt oder vergleich bar sein, damit es auch ohne Heringe einen festen Stand hat. Eine gute Isomatte sowie ein ebenso guter Schlafsack gehören dann auch zum Gepäck. Auf keinen Fall sollte auf ein Kopfkissen verzichtet werden. Eine Sporttasche, geknüllte Klamotten oder ähnliches sind kein Kissenersatz. Ich spreche aus Erfahrung!
Beim Campen sind dann auch das entsprechende Geschirr, Tasse, ein Kocher sowie Töpfe und Pfannen mit zu nehmen. Ebenso eine Grundausrüstung an Gewürzen. Eine gute Lampe gehört auch dazu. Zum sitzen empfiehlt sich ein guter Klappstuhl mit Lehne und ein dazu passender Tisch. Wer schon einmal drei Wochen auf einer Alukiste gesessen hat wird sich einen guten Stuhl mit Lehne wünschen!
Alles in allem werden wir versuchen immer einen Campingplatz anzufahren, da das Wildcampen nicht ganz ungefährlich ist.
Campingplätze sind in fast jedem größeren Dorf zu finden.